Mainzer LU: Die neue Lebensader

Nutzungsmix aus Hotel, Einzelhandel, Gastronomie und Kultur.

  • Wird der neue Dreh- und Angelpunkt für die Mainzer Einkaufslandschaft: die Ludwigstraße.

    Bildquelle: Boulevard Lu GmbH & Co. KG

Die Ludwigstraße in Mainz hat das größte Entwicklungspotential in der Stadt. Wenn die Rechnung mit dem neuen Konzept aufgeht, verändert sich das innerstädtische Einkaufsgefüge. Schon Ende 2019 könnte es losgehen.

„Wir wollen an der Ludwigstraße ein neues Kapitel aufschlagen und sind überzeugt, dafür ein nachhaltiges Nutzungskonzept erarbeitet zu haben“, so Tina Badrot, Geschäftsführerin der J. Molitor Immobilien GmbH bei der Vorstellung der Pläne für die künftige Ausrichtung des Karstadt-Areals in der Mainzer Innenstadt. Da der stationäre Einzelhandel in einem starken Umbruch begriffen sei, bestehe die größte Herausforderung darin, „Menschen immer wieder neue Anreize zu bieten“, die innerstädtische Einkaufslage Ludwigstraße aufzusuchen. Die frisch gegründete Entwicklungsgesellschaft Boulevard Lu GmbH & Co. KG, hinter der unter anderem Molitor Immobilien und die Sparkasse Rhein-Nahe stehen, setzt deshalb ganz bewusst auf einen Nutzungsmix, der den Standort zu unterschiedlichen Zeiten beleben soll. Denn das erklärte Ziel ist, den Einzelhandel in ein erlebnisorientiertes Umfeld einzubinden. Vorgesehen ist, gastronomischen Angeboten auf unterschiedlichen Ebenen auch kulturelle Angebote zur Seite zu stellen und somit sowohl im Innen- als auch Außenbereich Plätze mit hohen Aufenthaltsqualitäten zu schaffen. Zudem sollen Pop-up-Stores mit einer „Mainzer Note“ für eine zusätzliche Belebung und stetig wechselnde Besucheranreize sorgen. Selbst an Nachtschwärmer wird aktuell gedacht: Im Raum steht beispielsweise die Idee, den ehemaligen Tresorraum einer Bank als Club zu nutzen. In jedem Fall aber soll das Angebot durch ein Hotel mit 150 Zimmern, Büroflächen und Wohnungen für die Mitarbeiter des Bistums komplettiert werden. Darüber hinaus ist ein „City Hub“ Teil der Planungen, der für möglichst viele Einzelhändler in der Stadt eine zentrale Logistikstation sein will und auch den Kunden einen Mehrwert beim Shoppen bieten soll.

Baurechtschaffung ist der nächste Schritt

„Wir sind von der Entwicklung und der Chance, die sich für die Ludwigstraße eröffnet, sehr angetan. Soweit waren wir noch nie“, kommentierte Oberbürgermeister Michael Ebling am 29. März 2019 die Vorstellung der Pläne. „Die gesamte Innenstadt ist im Aufbruch, es wird so viel investiert wie seit Jahren nicht!“ Baudezernentin Marianne Grosse zeigte sich ebenfalls positiv angetan: „Das ist das Beste, was bislang vorgelegt worden ist.“ Um nach vielen Jahren des Stillstands die Entwicklung zügig voranzutreiben sei die Baurechtschaffung deshalb der nächste Schritt. Dazu werden jetzt in einem städtebaulichen Vertrag die zentralen Eckpunkte des Projektes fixiert und parallel dazu die Wettbewerbsverfahren vorbereitet. Wenn alles nach Plan läuft, könnte Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden. Danach wird zunächst der Gebäudeteil umgebaut, in dem sich derzeit noch die Deutsche Bank befindet. Das Institut will zwar am Standort bleiben, sich jedoch mit einem neuen Konzept verkleinern. 2020 könnte sodann die Realisierung des zweiten Bauabschnitts beginnen: Für die Neugestaltung des Liegenschaftsbereichs ehemalige Karstadt Sport Haus an der Fuststraße soll ein Realisierungswettbewerb die besten Entwurfsideen hervorbringen. Mit der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts wird schließlich der Weg für den dritten Bauabschnitt geebnet. Denn das heutige Karstadtkaufhaus will ebenso wie die Deutsche Bank am Standort bleiben, sich allerdings auf 6.400 qm verkleinern. Im zweiten Bauabschnitt könnte dem Warenhaus bis zur Fertigstellung des dritten Abschnitts interimsweise eine Fläche angeboten werden, entsprechende Vorgespräche hat der Entwickler mit den Eigentümern schon geführt. Zur die Höhe des Investitionsvolumens wollte der Entwickler zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben machen. Auch ließ man offen, ob ein Verkauf an Institutionelle Investoren vorgesehen ist.

Die Eckpfeiler von „LU.erleben

  • Karstadt-Warenhaus mit 6.400 qm

  • 8.600 qm neue Einzelhandelsfläche, davon 1.900 qm an der Fuststraße

  • Hotel mit 150 Zimmern

  • 900 qm für Pop-up-Stores und Gastronomie

  • Büros

  • Wohnungen für Mitarbeiter des Bistums

  • „City Hub“ als Logistikdrehscheibe

  • Flächen für kulturelle Nutzungen (Club / Events)

Der Einzelhandelsreport für Mainz:

„Wer ist wo und wie oft?“

Die Einkaufsstadt Mainz verändert sich. Welche Einzelhändler sind schon dort? Welche fehlen noch? Und welche Lagen können von der neuen Entwicklung profitieren? Der erste umfangreiche Einzelhandelsreport für Mainz liefert die Antworten: 459 Einzelhändler und Gastronomiebetriebe in 26 innerstädtischen Lagen adressgenau erfasst (einschließlich der jeweiligen Internetadresse). Mit aktuellen Informationen zu Flächenvakanzen, Angebotsmieten und der Bevölkerungsstruktur. Die Faktensammlung zur Einkaufslandschaft in der Mainzer City ist ein „Must-have“. Für Einzelhändler, Filialisten und Franchisenehmer ebenso wie für Eigentümer, Investoren und Projektentwickler. Sie möchten eine kostenfreie Leseprobe? Dann schicken Sie uns eine kurze Mail an:

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