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Der cubatur-Nachrichtenticker von der Immobilienmesse in München.

  • Die Immobilienbranche ist zuversichtlich: 79 Prozent von 1.880 befragten Professionals erwarten in diesem Jahr für ihr Unternehmen ein gutes Ergebnis, 14 Prozent sogar ein Rekordjahr, so das Ergebnis des EXPO REAL Stimmungsbaromters 2019.

    Bildquelle: Messe München GmbH; Urheber: Thomas Plettenberg

Die EXPO REAL ist die größte B2B-Fachmesse für die Immobilienbranche in Europa. In diesem Jahr präsentieren sich auf 64.000 m2 in sieben Hallen über 2.100 Aussteller – auch Rheinland-Pfalz wirbt um die Gunst von Entwicklern und Investoren. Mit Erfolg?

08.10.2019 – +++TOP-NEWS+++Kaiserslautern plant Gründung eines interkommunalen Zweckverbands+++ Dr. Stefan Weichel, Oberbürgermeister von Kaiserslautern, gab heute im Rahmen einer Podiusmdiskussion bekannt, einen interkommunalen Zweckverband ins Leben rufen zu wollen. Die Idee für dieses Vorhaben möchte er im Rahmen der kommenden Sitzung des Regionalauschusses vorstellen, die Ende Oktober/Anfang November stattfindet. Obwohl er weiß, dass das „ein dickes Brett ist“, überwiegen für ihn  die Vorteile: „Wir können die Planungen der Region gemeinsam vorantreiben und zusammen besser vermarkten.“ Auch könne man dann über die Angleichung der Gewerbesteuerhebesesätze sprechen. Dr. Weichel ist sich bewusst, dass er den Kommunen viel abverlangt und Überzeugungsarbeiten leisten muss, weil sie ihre eigene Planungshoheit aufgeben müssten, zeigte sich unterm Strich aber dennoch zuversichtlich: „Wir leben die interkommunale Kooperation doch schon heute.“ +++Die Region um Kaiserslautern hat ihre Gewerbeflächenpotentiale ausgelotet+++ Insgesamt 250 ha stehen in Kaiserslautern und den Landkreisen in den nächsten Jahren noch für die Ansiedlung von Gewerbe und Industrie zur Verfügung. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die FIRU im Auftrag der Wirtschaftsförderung Kaiserslautern erstellt hat. Hintergrund für die Erfassung der interkommunalen Flächenpotentiale ist, dass in der Region gar nicht mehr alle Anfragen befriedigt werden könnten, so Wirtschaftsförderer Dr. Stefan Weiler, der sich sowohl für die Interessen der Stadt als auch der Landkreise engagiert. +++Rahmenplanung für PFAFF-Areal in Kaiserslautern abgeschlossen, Vermarktungsbeginn+++ Für eines der letzten und wichtigsten Filetstücke in Kaiserslautern beginnt jetzt die Vermarktungsphase. Von dem insgesamt 20 ha großen PFAFF-Areal mitten in den Innenstadt von Kaiserslautern stehen nach der Rahmenplanung insgesamt 16 ha Nettobauland für die Entwicklung zur Verfügung. Zu den anvisierten Nutzungen zählen unter anderem „Wissenschaft, Forschung und Entwicklung“, „Wohnen” und “Gastronomie“. Großflächiger Einzelhandel sei definitiv ausgeschlossen.

07.10.2019+++Der Koblenzer Gewerbeimmobilienmarkt boomt+++ 73 Prozent der Wirtschaftsförderer in deutschen Städten haben keine Gewerbeflächen mehr. Und Koblenz zählt dazu. „Wir sind fast ausverkauft“, sagte heute Mario Neuneier, stellvertretender Amtsleiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Stadt Koblenz im persönlichen Gespräch. Die letzten beiden Grundstücke in dem Dienstleistungsgebiet rundum IKEA wurden veräußert. Im Industriegebiet Rheinhafen gibt es gar nichts mehr und in dem interkommunalen Gewerbegebiet, in dem sich u.a. Lidl und Amazon angesiedelt haben, stehen nur noch „Restflächen“ zur Verfügung. Auch die insgesamt 43.000 qm im neuen Industriegebiet an der A 61 (B-PLan 257B) sind bereits dreifach überzeichnet. Und die 60.000 qm, die Ende 2020 soweit seien, sind bereits zu 50 Prozent reserviert. Bleibt noch das 20 ha große Areal der ehemalige Diensthundeschule der Bundeswehr, das die Stadt erworben hat. „Daraus werden 6 ha Baufläche, von denen 2 ha explizit Handwerksbetrieben vorbehalten sein werden und 4 ha als SO-Gebiet ausgewiesen werden“, so der Wirtschaftsförderer. Auch für diese Flächen, die im ersten Halbjahr marktfähig seien, lägen bereits „jede Menge Reservierungen“ vor. Um Vorsorge zu treffen, würde die Wirtschaftsförderung deshalb gerne Flächen dazukaufen. Denn mittelfristig gebe es zwar noch ca. 50 ha Potential – allerdings nur als städtebauliche Entwicklungsmaßnahme. +++Rheinland-Pfalz entwickelt Industrie-und Gewerbeflächenstrategie 2030+++ Nicht nur in Koblenz ist der Bedarf an gewerblichen Flächen groß und das Angebot knapp. Auch die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat erkannt, dass es einer Strategie bedarf, um bereits ansässigen Unternehmen Expansionsmöglichkeiten am Standort zusichern und sich interessant für zusätzliche Ansiedlungen machen zu können. Vor diesem Hintergrund plant das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministeriums ein „zukunftsgerichtetes Gewerbe- und Industrieflächenmanagement“. Das gab Wirtschaftsstaatssekräterin Daniela Schmitt heute bekannt. Dazu werde derzeit ein Gutachten erarbeitet, indem alle Flächenansprüche für Wohnen, Verkehrs- und Erholungsflächen sowie Aspekte der Siedlungsgewinnung berücksichtigt werden. Mit der Durchführung der Studie ist die Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH mit Sitz in Köln beauftragt. „Das Ziel der Flächenentwicklung ist, die Entwicklung der einzelnen Kommunen zu stärken“, so Dominik Geyer, Geschäftsführender Gesellschafter. Und zwar auf Basis realer Flächenpotentiale. „Von den planerischen Flächen, die in Raumordnungs- und Flächennutzungsplänen dargestellt sind, sind tatsächlich nur 40 bis 60 Prozent konkret vermarktbar“, erläutert Geyer. „Gemeinsam mit dem Innenministerium, den Industrie- und Handelskammern und den Kommunen wollen wir die Bedarfe und Strukturen ermitteln, um passgenaue Lösungen anbieten zu können“, so die Wirtschaftsstaatssekretärin. „Wir wollen es allen Unternehmen leicht machen, die darüber nachdenken, sich bei uns anzusiedeln. Unser internetbasierter Standortfinder ist ein wichtiges Instrument bei der Beratung für Unternehmensansiedlungen und informiert, wo schnell und günstig geeignete Flächen zu finden sind“, ergänzt Dr. Ulrich Link, Vorstand der ISB Investitions- und Strukturbank. +++Zukunftsregion Westpfalz entwickelt ein neues Internetportal für Investoren+++ Am 22. November 2019 wird die ZukunftsRegion Westpfalz e.V. ihr neu entwickeltes Internetportal live schalten. „Darin werden alle Informationen über unsere Region zielgruppengerecht abrufbar sein“, verriet Dr. Hans-Günther Clev, Geschäftsführer der Standortintiative. So bekämen Investoren u.a. Auskunft über verfügbare Flächen, könnten eine Liste mit den Hidden-Champions abrufen und bekämen Einblick in die Planung der Kommunen. „Wir wollen ein bestmögliches Matching zwischen Nachfrage nach Gewerbeflächen und Angeboten erreichen“, so Dr. Clev. Aus diesem Grund werde man sich auch mit dem Standortfinder der ISB verlinken.

Bildnachweise „Rheinland-Pfalz auf der Expo Real: Impressionen vom Messestand 2019

Quelle: ISB Investitions- und Strukturbank; Urheber: Alexander Sell