Das KaiserKarree - neues Leben auf dem Betzenberg?

Oberbürgermeister Klaus Weichel stellt Pläne für ein gemischt genutztes Quartier vor.

  • Das neue Stadtteilquartier KaiserKarree auf dem betzenberg-Areal

    Kreative Büroflächenangebote für Gründer in Kaiserslautern: Containermodule in der Südtribüne des Fritz-Walter-Stadions. Das Angebot wäre auch kurzfristig und kostengünstig realisierbar.

    Bildquelle: Dress & Sommer/ Stadt Kaiserslautern

Klaus Weichel, Oberbürgermeister von Kaiserslautern, hat Großes vor: Das Areal auf dem Betzenberg rund um das Fritz-Walter-Stadion soll einmal das KaiserKarree werden.

  • OB Weichel stellt dem Stadtrat das Quartierskonzept KaiserKarree vor
  • Geplant ist eine Mischnutzung, die den Betzenberg zu einem Ort für alle machen soll
  • Das Konzept wurde von Drees & Sommer entwickelt
  • Stadion bleibt das Herzstück des Stadtteils

„Wir brauchen eine Strategie, die den Betzenberg wieder zu dem macht, was er ist und immer war: Ein unzerstörbarer Mythos. Deshalb wollen wir ihn nicht nur erhalten, sondern mit dem KaiserKarre aus dem Stadtteil Betzenberg ein Areal für alle machen“, äußerte sich Oberbürgermeister Klaus Weichel gegenüber den Stadtratsmitgliedern bei der Vorstellung des Konzepts für das Betzenberg-Areal rund um das Fritz-Walter-Stadion. 286,5 m hoch über der Stadt und somit von weitem sichtbar, könnte das neue Stadtteilquartier KaiserKarree entstehen. Ausgehend vom Fritz-Walter- Stadion würde es ein neues Zentrum bilden, das dem Anspruch der Stadt Kaiserslautern als Innovations- und Entwicklungsstandort gerecht werden soll. Das von Drees & Sommer entwickelte Konzept sieht eine Mischnutzung vor, die verschiedenste Cluster unter einem Dach vereint. Für das Beratungs- und Planungsunternehmen ist Kaiserslautern kein weißer Fleck auf der Landkarte: Von 2013 bis 2015 zeichnete das Unternehmen unter anderem für die Bauherrenvertretung und das Projektmanagement der Stadtgalerie „K in Lautern“ verantwortlich.

Gemischt genutztes Quartier

 

Um die „wirtschaftliche Überlebensfähigkeit“ sicher zu stellen, sieht das Konzept einen Mix von verschiedenen Nutzungen vor, die sich gegenseitig befruchten können und gleichzeitig im Kontext zum Stadionbetrieb stehen: So soll es ein „Haus des Sports“ und ein „Haus sportnaher Gesundheitsdienstleistungen“ geben, in denen beispielsweise Physiotherapeuten ebenso ihren Platz finden wie Sportschulen, Vereine und Verbände sowie eine Sport-Akademie. Darüber hinaus soll auf dem Areal auch neuer Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen geschaffen werden: Vorstellbar sei eine Mischung aus Geschosswohnungsbau und Stadtvillen, altersgerechten Wohnungsangeboten und eine Kita. Um die Verweilqualität und Nutzungsvielfalt in und um die Arena zu steigern und das neue Stadtteilquartier KaiserKarree für weitere Nutzungen attraktiv zu machen, sind gastronomische Angebote und ein Areal mit Veranstaltungsflächen vorgesehen. Zudem ist auf dem Areal ein Hotel angedacht.

Co-Working-Spaces für die Gründerszene

 

Das Konzept von Drees & Sommer sieht zudem vor, das knappe Büroflächenangebot in der Stadt im KaiserKaree für unterschiedliche Nutzergruppen zu erweitern. Platz dafür ist da: So böten der Logenturm oder Teile der Tribünen „vielfältige Möglichkeiten für exponierte Büroflächen“. Und in der Südtribüne ließen sich Co-Working-Spaces unterbringen, die mithilfe von Containermodulen auch kurzfristiger und kostengünstiger angeboten werden könnten. Die Flächen, auf denen das KaiserKarree entstehen könnte befinden sich im Eigentum der Stadt und der Stadiongesellschaft. OB Weichel ist zuversichtlich: „Die Einnahmen über vermietbare Flächen und Pachterlöse stehen in einem gesunden Verhältnis zu den Ausgaben für Umbau, Vermarktung und Finanzierung.“ Offen ist, ob, wann und über welchen Zeitraum das städtebauliche Entwicklungskonzept realisiert werden soll. Noch im April startet eine schriftliche Befragung der Bewohner aus denen sich die Stadt unter anderem Rückschlüsse über die Versorgungssituation und den allgemeinen Bedarf erhofft.

Bietet der Hotelmarkt in Kaiserslautern noch Chancen? Die Antwort steht im e-Paper # 03/2019.